Namensfinder

Kultur

  • Ebenen von Kultur
    • Nation
    • Region, Ethnie, Religion, sprachlich Zugehörigkeit
    • Geschlecht
    • Generation
    • Soziale Schicht
    • Organisation, Unternehmen
    • Profession
  • Definition: Das vom Individuum verinnerlichte Repertoire an Denk- und Handlungsmodellen, Wahrnehmungsmustern und moralischen Werten, die im Laufe des Lebens erworben und weiterentwickelt werden.
  • Gegenüberstellung: Natur vs. Kultur
  • Die Beschreibung einer anderen Kultur sagt viel über die eigene Kultur aus.
  • Stereotypisierung
  • Kulturalisierung
  • Kultur ist:
    • nicht einheitlich, sondern zusammengesetzt
    • nicht statisch, sondern veränderbar
    • nicht eindeutig, sondern mehrdeutig
    • nicht objektiv sondern abhängig vom Betrachtern
  • Kultur als Frage, nie als Antwort

Migration

Migration und Gesundheit

Unterschiede in Bezug auf

  • Infektionskrankheiten
  • Komplikationen chronischer Krankheiten
  • Psychische Störungen gehäuft
  • Krebserkrankungen geringer
  • Weniger Allergien

Gesundheitskompetenz Es gibt eine Studie zum Health Literacy Index

  • 47 Items
  • Wie findet sich eine Person im Gesundheitssystem zurecht
  • Verstehen von Gesundheitsinformationen
  • Ergebnisse: 54,3% mit eingeschränkter Gesundheitskompetenz
  • Einflussfaktoren: höheres Lebensalter (OR: 1,83), Migrationshintergrund (OR: 1,87), niedriger Sozialstatus (OR: 5,25) und geringe funktionale Literalität (OR: 1,94)

Das Kultursensible Krankenhaus

Handlungsfelder

  • Kommunikation
  • Aus-, Fort- und Weiterbildung
  • Unterstützende Serviceangebote
  • Qualitätsmanagement
  • Öffentlichkeitsarbeit
  • Vernetzung

Übersetzung

Krankheitskonzepte

  • Arthur Kleinman
    • Unterscheidung Illness vs. Disease
    • Ilness = “Sich krank fühlen”
    • Disease = “Krankheit haben”
    • Explanatory model von Kleinmann
      • Was glauben Sie ist die Ursache des Problems?
      • Wie nennen Sie Ihr Problem?
      • Welchen Verlauf erwarten Sie? Wie schwer ist die krankheit?
      • Was glauben Sie, was ihr Problem in Ihrem Körper macht
      • Wie beeinflusst das Problem Ihren Körper oder Ihren Geist?
      • Was befürchten Sie am meisten von Ihrem Problem?
      • Was für eine Therapie glauben Sie ist richtig?
    • Kausalitätstheorien
      • Magisch-religiös: “Krankheit als Strafe”, “Hexerei”
      • Naturgebunden: “Die Sonne scheint nicht mehr in mein Herz”
      • Organmedizinisch
      • Verhältnisbezogen, z.B. Umweltprobleme, Arbeitssituation
      • Emotiv: “Einsamkeit mach krank”
      • Somatisch: “Mein Herz ist stehengeblieben”

Grundsätze zum interkulturellen Umgang

  1. Reflektierter Umgang mit dem Kulturbegriff
  2. Kulturbegriff geht über religiöse, ethnische und nationale Identität hinaus
  3. Benennung von Selbst- und Fremzuschreibung, hilft Identitiät und wahrgenommene Differenzen zu verstehen.
  4. Ethische Bewertung in Gesundheitsfragen ist eng verwoben mit eigener Kultur
  5. Gleicher Zugang zum Gesundheitswesen
  6. Interkulturelle Verständigung ist ein kommunikativer Prozess mit Verständnis und Respekt für das Wertesystem des Gegenübers
  7. Gelingende Kommunikation hat eine herausragende Rolle
  8. Patiennahe und - ferne Berufsgruppen tragen Verantwortung
  9. strukturelle manifestation einer kultursensiblen Versorgung auf allen Ebenen
  10. Berücksichtigung in Aus-, Fort und Weiterbildung
  11. Kultursensible Gesundheitsversorgung hilft, Potentiale des Personals besser zur Geltung zu bringen