Leptopsirose

Was ist eine Leptospirose

Die Leptospirose ist eine Erkrankung, die von Tieren auf Menschen übertragen werden kann. Die Erkrankung wird durch Bakterien mit dem Namen Leptospira interrogans hervorgerufen. Die Erkrankung wird auch Erntefieber, Schlammfieber oder Weil-Krankheit genannt. In den Tropen und Subtropen gibt es die Krankheit häufig, in Deutschland tritt sie sehr selten auf. Die Erkrankung tritt gehäuft im Spätsommer oder Herbst auf.

Wie wird eine Leptospirose übertragen

Ratten, Mäuse und andere Nagetiere können die Bakterien in sich tragen und diese verbreiten. Die Tiere haben normalerweise keine Krankheitszeichen. Besonders viele Bakterien finden sich im Urin von betroffenen Tieren. Der Urin kann dann durch Regen auf Feldern verteilt, oder in Flüssen und Seen geschwemmt werden. Dies kommt vor allem bei Starkregen vor. Die Bakterien können dann durch kleine Wunden in den Menschen gelangen. Auch durch den Biss von infizierten Tieren und die Aufnahme des Erregers durch Trinken kann eine Ansteckung erfolgen. Hunde, Pferde, Rinder, Schafe und andere Nutztiere können ebenfalls erkranken und den Erreger weitergeben. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch ist nicht ausgeschlossen, aber unwahrscheinlich.

Welche Krankheitszeichen haben Erkrankte?

Das Krankheitsbild ist sehr unterschiedlich. Die Erkrankung kann unbemerkt ablaufen. Etwa 9 von 10 Erkrankten haben Krankheitszeichen wie bei einer Grippe. Das heißt Fieber, Gelenkschmerzen, Muskelschmerzen, Abgeschlagenheit. Häufig tritt das Fieber nach einer Besserung erneut auf. Bei etwa 1 von 10 Erkrankten kann es zu schwerwiegenden Krankheitszeichen kommen. Diese können fast jedes Organ im Körper betreffen. Häufig sind die Schäden an der Niere, der Leber, der Milz und der Lunge. Auch das Herz, die Blutbildung oder die Hirnhäute können betroffen sein.

Wann bricht die Erkrankung aus und wie lange ist man ansteckend?

Die Krankheitszeichen beginnen im Regelfall 1 bis 2 Wochen nach der Aufnahme des Erregers. Der Erreger wird in den ersten zwei Wochen der Erkrankung vor allem über den Urin ausgeschieden.

Wer ist besonders gefährdet?

Männer erkranken häufiger als Frauen. Personen zwischen 30 und 60 Jahren erkranken am häufigsten. Besonders betroffen sind Personen, die im Freien arbeiten, insbesondere auf Feldern. Auch Personen, die in unsauberem Wasser schwimmen, erkranken häufiger. Das betrifft zum Beispiel Triathleten.

Was muss ich bei einer Erkrankung beachten?

  • Erkrankte sollten sich auf jeden Fall ärztlich behandeln lassen.

  • Eine Therapie mit einem Antibiotikum kann in vielen Fällen hilfreich sein.

  • Erkrankte Personen sollten darauf achten ordentlich die Toilette zu benutzen und sich nach dem Toilettengang die Hände gut mit Seife waschen.

  • Erkrankte Personen müssen nicht isoliert werden.

Wie kann ich mich schützen?

  • Der Urin von erkrankten Personen kann infektiös sein. Personen, die mit Urin von Erkrankten in Berührung gekommen sind, sollten sich die Hände gut mit Seife waschen.

  • Bei Kontakt mit verdächtigem Gewässer sollten Wunden wasserdicht geschützt werden.

  • Nach Starkregen sollte man nicht in Seen oder Flüssen schwimmen gehen.

  • Wasserdichte Schutzkleidung und Handschuhe bei der Feldarbeit in belasteten Feldern anziehen.

  • Hunde sollten gegen die Erkrankung geimpft werden.

  • Eine Impfung für Menschen ist in Deutschland nicht zugelassene.

  • Reisende in tropische Länder sollten frühzeitig einen Arzt aufsuchen, wenn sie typische Krankheitszeichen haben. Insbesondere wenn Sie in Überschwemmungsgebieten waren.

Wo kann ich mich informieren?

Das örtliche Gesundheitsamt steht Ihnen für weitere Beratung zur Verfügung. Ärztinnen und Ärzte beraten Sie insbesondere zu ihrer eigenen Erkrankung. Weitere (Fach-) Informationen finden Sie auch im Internet auf den Seiten des Robert Koch-Institutes.